Eigenfettbehandlung (Lipofilling / Liposhifting)

Was ist das Prinzip der Eigenfett-Behandlung (Lipofilling / Liposhifting)?

Die Anwendungsmöglichkeiten der Eigenfett-Injektionstherapie sind sehr vielfältig.

Neben den Hauptanwendungsgebieten Faltenbehandlung und Brustvergrößerung sowie Defektauffüllung, hat sich die Eigenfett-Injektion auch in der rekonstruktiven plastischen Chirurgie sowie der Behandlung von Verbrennungsverletzungen als nutzvolles Instrument erwiesen.

Die Transplantation von eigenem Fettgewebe wird unter dem medizinischen Begriff Lipostructure oder auch Lipofilling zusammengefasst und ist keinesfalls neu.

Was ist der ursprüngliche Sinn der Eigenfett-Behandlung?

Die Behandlung mit Eigenfett hatte ursprünglich meist eine Volumenvermehrung und damit eine Auffüllung eines umschriebenen Defektes an der Körperoberfläche zum Ziel.

Auf diese Weise können Einsenkungen der Haut und Körperoberfläche nach Gewebeverlusten in Folge von Alterungsprozessen, aber auch Operationen, Verletzungen oder Entzündungen wieder aufgefüllt und ausgeglichen werden.

Auch flächige Anwendungen, hauptsächlich zur Narbenbehandlung im Gesicht oder zur Verbesserung des Erscheinungsbildes von Hauttransplantaten nach Wiederherstellung von Verbrennungswunden sind mit der heutigen Technik der Eigenfett-Transplantation möglich.

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Wozu kann Eigenfett in der Ästhetischen Chirurgie verwendet werden?

Das Lipostructure bzw. Lipofilling wird in der Ästhetischen Chirurgie ebenfalls zur Volumenaugmentation und damit zur Auffüllung von verlustig gegangenem Gewebe oder zur Faltenbehandlung eingesetzt.

Faltenbehandlung mit Eigenfett:
Wie bei der Anwendung von exogenen (von aussen zugeführten) Füllstoffen wie beispielsweise Hyaluronsäure auch, kann Eigenfett als körpereigener, natürlicher Füllstoff zur Faltenbehandlung mit dauerhaftem Ergebnis angewendet werden. Hierbei muss natürlich, wie weiter oben beschrieben, ein gewisser Volumenverlust durch Resorption innerhalb des ersten Jahres nach dem Lipostructure einberechnet werden, wobei das Verfahren nahezu beliebig oft wiederholt werden kann. In der Regel sind für kleinere Volumina ein bis zwei, für größere Defekte drei bis vier Behandlungen notwendig, um das gewünschte Ergebnis dauerhaft zu erreichen.

Typische Anwendungsgebiete in der Faltenbehandlung sind die Auffüllungen von Zornesfalten zwischen den Augenbrauen (Glabella-Bereich) sowie die Behandlung von Nasolabialfalten (Falte zwischen der Wangen- und Lippenregion) und den Falten zwischen den Wangen und dem Kinnbereich (Merkel-Falten).

Die Faltenregionen werden hierbei, ähnlich wie bei der Therapie mit Hyaluronsäure, entsprechend unterspritzt und damit aufgefüllt. Auch eine Kombination beider Techniken, zum Beispiel Eigenfett zur Volumenauffüllung in der Tiefe und Hyaluronsäure zur Glättung der Oberflächenstruktur ist möglich.

Volumenbehandlung:

  • Typische Anwendung des Lipofillings im Sinne einer Volumenaugmentation ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett
  • das „Absoften“ zu deutlich sichtbarer Implantatränder nach einer Brustvergrößerung bei sehr schlanken Patientinnen
  • das Auffüllen der Brust im oberen Bereich, für eine bessere Projektion im Dekollete
  • die Behandlung von sichtbaren Augenringen unterhalb der Unterlider
  • das Auffüllen von abgeflachten Wangen
  • die Handverjüngung
  • das Auffüllen „übersaugter“, d.h. zu stark abgesaugter Bereiche nach einer Fettabsaugung

Positiver Nebeneffekt einer Eigenfett-Therapie ist zudem immer die gleichzeitige Fettabsaugung an anderer Stelle, meist im Bereich einer Problemzone.

Brustvergrößerung

Brustvergrößerung

Natürliche Brustvergrößerung durch den Einsatz der Eigenfettmethode

Gesicht

Gesicht

Falten, Augenringe oder eingefallene Wangen werden mit Eigenfett aufgefüllt

Hände

Hände

Jüngere Hände durch Faltenbehandlung mit Eigenfett

Welches Anästhesieverfahren kommt beim Lipostructure / Lipofilling zur Anwendung?

Ob eine örtliche Betäubung, die zusätzliche Anwendung einer Analgosedierung (Dämmerschlaf) oder aber auch eine Vollnarkose nötig ist, hängt von der Art und Umfang des Lipostructure ab. In aller Regel führen wir Brustvergrößerungen mit Eigenfett in Vollnarkose durch, wobei die übrigen Anwendungen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden können.

Um dies zu entscheiden, ist eine fachärztliche Untersuchung in unserer Sprechstunde notwendig.

Welche Komplikationsmöglichkeiten gibt es bei der Eigenfett-Injektionstherapie?

Für jede Operation gibt es spezielle, den Eigenheiten des Eingriffes entsprechende Risiken und allgemeine, von der Art des Eingriffs unabhängige Nebenerscheinungen. Letztere sind meist vorübergehende und relativ harmlose Gewebeveränderungen wie Schwellungen, Blutergüsse und Blauverfärbungen der Haut in der Umgebung der Operationsstelle und für ein dauerhaftes und gutes Langzeitergebnis meist unbedeutend.Infektionen und Wundheilungsstörungen sind glücklicherweise wesentlich seltener und in der Regel einfach, zum Beispiel durch die Gabe eines Antibiotikums, in den Griff zu bekommen. In vereinzelten Fällen wird eine nochmalige chirurgische Behandlung erforderlich.

Die spezifischen Risiken einer Eigenfett-Behandlung sind vergleichsweise gering. Bei falscher Injektionstechnik sinken die Anwachsrate und damit das verbleibende Volumen. Im schlimmsten Fall kann der Körper das Fettgewebe, welches keinen Anschluss an das Blutgefäßsystem findet und abstirbt, nicht resorbieren. Die Entstehung einer so genannten Ölzyste ist möglich, die eventuell chirurgisch behandlungsbedürftig wird. Mit der heutigen Injektionstechnik ist dies jedoch sehr selten geworden.

Eine Überfüllung des Zielbereichs kann durch eine einfache Fettabsaugung wieder korrigiert werden.

Was Sie noch wissen sollten

Diese Informationszusammenstellung soll Ihnen das Verständnis der Eigenfett-Injektionstherapie näher bringen und sie gezielt auf das Aufklärungsgespräch in unserer Sprechstunde vorbereiten.

Wir freuen uns auf Sie und beraten Sie gerne.

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