Faltenunterspritzung

Kurzinformation Faltenunterspritzung

Kosten:

ab 250 €

Praxisaufenthalt:

unter 1 Stunde

Gesellschaftsfähig:

sofort

ambulant/stationär:

ambulant

Arbeitsunfähigkeit:

keine

Narkose:

Oberflächenbetäubung

Was sind Mimikfalten?

Unsere Gesichtshaut ist mit der darunter liegenden, mimischen Muskulatur durch feine Fasern verbunden und macht daher deren Bewegungen mit-sie legt sich in Falten und verleiht uns somit unser Ausdrucksvermögen.

Dauerhafte mimische Falten entstehen, wenn eine (meist unbewusste) Über-Erregung der Muskeln vorliegt. Durch die Anspannung des Muskels legt sich die Haut darüber zwangsweise in Falten, die dann permanent verbleiben. Dies gibt dem Gesicht oft einen negativen Ausdruck oder wird von anderen als Zeichen des Alterns empfunden.

Typische Stellen zur Faltenunterspritzung

Augenbrauenzwischenraum

Augenbrauenzwischenraum

Der Bereich zwischen Augenbrauen mit Ausbildung vertikaler Falten (Zornesfalten)

Stirn

Stirn

Die Stirn mit horizontal verlaufenden Linien und Falten

Augenpartie

Augenpartie

Seitliche Augenpartie mit der Ausprägung zu Krähenfüßen

Wie sind mimische Falten zu behandeln?

Durch das gezielte Einspritzen eines speziellen Neurotoxins entspannen sich die übererregten Muskeln – die Falten glätten sich oder verschwinden völlig.

Wann ist der ideale Behandlungsbeginn bei mimischen Falten?

Wird die Haut über längere Zeit durch den angespannten Muskel in die Faltenbildung gezwungen, kann eine strukturelle Schädigung entstehen. Selbst bei Entspannung des Muskels verbleibt dann eine noch sichtbare Linie. Die Behandlung sollte daher bereits früh, also kurz nach Entstehung der Falten, begonnen werden. Mimische Falten können bereits ab Mitte zwanzig entstehen und ein deutlich vorgealtertes Aussehen hervorrufen.

Wie läuft die Behandlung mimischer Falten mit dem Neurotoxin ab?

  • In einem ausführlichen Beratungsgespräch erhalten Sie alle Informationen zu Ihrer optimalen Therapie. Ihre Problemzonen werden analysiert und ein Behandlungsplan aufgestellt.
  • Bei der Behandlung wird nach einer Hautreinigung- und Desinfektion das verdünnte Neurotoxin mit extrem feinen Kanülen direkt in die übererregte Muskulatur injiziert. Hier wandelt sich das Toxin in seine aktive Form um und blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskelzelle. Der Muskel wird somit weniger stark angesteuert und entspannt sich.
  • Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm und dauert nur wenige Minuten. Nach 2 bis 3 Tagen beginnt die Wirkung und baut sich innerhalb zehn bis vierzehn Tage vollständig auf. Nach einer individuell verschiedenen Wirkdauer von 3-9 Monaten erlangt der Muskel langsam seine ursprüngliche Funktion wieder zurück.
  • Die generelle Funktion des Muskels wird durch die Therapie nicht beeinträchtigt.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich individuell 
und ganz persönlich zu dieser Behandlung beraten.

Mit welchen Einschränkungen ist mit Neurotoxin zu rechnen?

Nach einer muskelrelaxierenden Behandlung mit Neurotoxin müssen Sie sich praktisch auf keine wesentlichen Einschränkungen einstellen. Lediglich am Behandlungstag sollten Sie auf größere körperliche Belastungen, z.B. Sport, verzichten. Am nächsten Tag können Sie Ihren Aktivitäten und auch Ihrem Beruf in gewohnter Weise nachgehen. Möglicherweise verspüren Sie nach der Behandlung einige Tage eine minimale Schwellung mit Spannungsgefühl im Bereich der Injektionsstellen. Auch eine diskrete Blauverfärbung in diesem Bereich ist möglich, kommt jedoch selten vor. Die Gesellschaftsfähigkeit wird durch diese Form der Faltenbehandlung in der Regel nicht wesentlich eingeschränkt.

Hintergrundinformation zur Faltenbehandlung mit Neurotoxins

Das zur Muskel-Entspannung eingesetzte Neurotoxin ist ein durch Bakterien synthetisiertes Eiweiß-Molekül, das die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur hemmt und somit zu einer Erschlaffung der Muskulatur führt. Es wird in der Neurologie bereits seit sehr langer Zeit erfolgreich zur Behandlung von Muskelspasmen angewendet. Seit 15-20 Jahren wird das Neurotoxin in weitaus höherer Verdünnung auch in der ästhetischen Medizin zur Behandlung von mimischen Falten eingesetzt.

Gezielt in die mimische Gesichts-, oder Halsmuskulatur injiziert, hemmt es dort deren Kontraktion, die für die Faltenbildung der darüber liegenden Haut verantwortlich ist. Hat sich die Falte durch das immerwährende Einknicken an gleicher Stelle noch nicht tiefer in die Haut „eingegraben“, d.h. besteht an der Knickstelle noch keine strukturelle Schädigung der Haut, dann ist eine vollkommene Einebnung und ein dauerhaftes Verschwinden der Falte zu erwarten – bis es in Folge der Bildung neuer Rezeptoren langsam wieder zur Aktivität der Muskulatur, und damit wieder zur Ausbildung der Falte kommt. Dieser Prozess dauert, von Patient zu Patient unterschiedlich, zwischen 3 und 9 Monaten.

In nahezu allen Fällen ist eine Verbesserung der behandelten Falten zu erwarten, auch wenn sich die Falten bereits eingegraben haben. In diesem Fall werden allerdings feine Linien verbleiben, die bei Bedarf mit einem Filler weiter verbessert werden können.

Faltenunterspritzung Vorbereitung

Unterschiede zur Faltenbehandlung mit dermalen Fillern oder der Eigenfett-Behandlung

Dermale Filler sind Substanzen, die je nach Bedarf in unterschiedliche Hautschichten oder das Subcutangewebe mit einer Kanüle eingebracht werden. Dort verbleiben sie für sechs mit zwölf Monate, sofern es sich um abbaubare Substanzen wie Hyaluronsäure handelt.

Es gibt auch permanente Füllmaterialien, die im Gewebe eine Fremdkörperreaktion und Vernarbung auslösen, um damit den gewünschten Volumeneffekt zu erzielen. Diese verwenden wir jedoch aus verschiedenen Gründen nicht in unserer Praxisklinik.

Im Gegensatz zu einer Faltenbehandlung mit Neurotoxin werden die Falten also nicht durch Hemmung der darunter liegenden Muskulatur, sondern durch Einbringung eines zusätzlichen Volumens behandelt. Dieses Volumen kann auch verwendet werden, um bestimmte Bereiche des Gesichtes, zum Beispiel die Wangenknochen, zu augmentieren oder in Folge von Alterungsprozessen eingesunkene Bereiche wieder aufzufüllen.

Gleiches kann mit der Eigenfett-Behandlung, dem Lipofilling oder Lipostructure erreicht werden. Hierbei wird Fettgewebe durch Liposuction (Fettabsaugung) an einer anderen Stelle des Körpers gewonnen. Anschließend werden die flüssigen Anteile und zerstörte Zellen abgetrennt. Die verbleibenden Fett- und Stammzellen werden mit verschiedenen hierfür entwickelten Kanülen zur Auffüllung von Falten oder eingesunkenen Bereichen mit einer speziellen Technik wieder injiziert. Gemeinsam ist jeder Form der Faltenbehandlung die Notwendigkeit des möglichst frühen Beginns der Therapie. Je länger die Falte besteht, desto schwieriger ist deren Behandlung.

Weitere Informationen zu dermalen Fillern und der Therapie mit Eigenfett finden Sie in den entsprechenden Menüpunkten.

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