Morbus Dupuyten (Fasziektomie)

Kurzinformation Morbus Dupuytren

Kosten:

2.800 – 3.200 €

Praxisaufenthalt:

6 – 8 Stunden

Gesellschaftsfähig:

sofort

ambulant/stationär:

ambulant

Arbeitsunfähigkeit:

3 – 6 Wochen

Narkose:

Vollnarkose

Was ist ein Morbus Dupuytren?

Beim Morbus Dupuytren (oder auch Fibromatose der Palmarfaszie) handelt es sich um eine knoten- bzw. strangförmige Vernarbung von Teilen der so genannten Palmaraponeurose, einer fächerförmigen Bindegewebsplatte unter der Haut der Handfläche und Finger.

Durch diese so genannte Fibrosierung kommt es zu einer Verkürzung der Bindegewebsfasern. Da die sich ausbildenden Stränge meist bis zum Fingermittelglied verlaufen, werden die Finger zunehmend in Beugestellung fixiert und können nicht mehr gestreckt werden. Hierdurch ergibt sich in den meisten Fällen eine sehr einschränkende Funktionsstörung der Hand. Auch Schmerzen durch Verwachsungen mit Nerven bzw. Druck auf dieselben sind möglich.

Diagnose einer Dupuytren-Kontraktur

Da es sich um ein sehr eindeutiges Krankheitsbild handelt, wird die Diagnose eines Morbus Dupuytren nahezu ausschließlich durch die Anamnese und klinische Untersuchung der Hand gestellt.

Dupuytren-Therapie: Operation und Nachsorge

Verlauf einer Dupuytren-OP

Bei der Operation werden die vernarbten Anteile der Palmaraponeurose chirurgisch entfernt. Nerven und Gefäße der Mittelhand und Finger werden unter Lupenbrillenvergrößerung aus den Narbensträngen heraus gelöst und kontrakte Gelenke mobilisiert. In vielen Fällen ist eine Verlängerung des Weichteilmantels im Bereich der Fingergrundgelenke und -grundglieder notwendig, da die Haut in Folge länger bestehender Beugekontrakturen der Finger zusammen schrumpft.

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und ganz persönlich zu dieser Behandlung beraten.

Was ist nach der Operation zu beachten?

  • Nach der Operation eines Morbus Dupuytren wird die Hand bis ca. eine handbreit hinter das Handgelenk mit einer elastischen Binde eingebunden, um Schwellungen zu vermeiden und dem Patienten ein angenehmes Stabilitätsgefühl zu geben. Das Hautnahtmaterial wird nach 12-14 Tagen entfernt.
  • Die Finger können und sollen ohne Belastung bewegt werden, eine Fixation in Streckstellung ist nur in sehr ausgeprägten Fällen angebracht.
  • Für Dinge des täglichen Lebens wie Körperpflege, Ankleiden und Essen sollte die Hand genutzt werden, um die Gelenkfunktionen zu erhalten und den Lymphtransport zu unterstützen.
  • Schwerere Verrichtungen sollten Sie für drei bis vier Wochen vermeiden. Die Vollbelastung der Hand ist nach ca. sechs Wochen wieder möglich.

Welche Komplikationen können auftreten?

Für jede Operation gibt es spezielle, den Eigenheiten des Eingriffes entsprechende Risiken und allgemeine, von der Art des Eingriffs unabhängige Nebenerscheinungen.

Letztere sind meist vorübergehende und relativ harmlose Gewebeveränderungen wie Schwellungen, Blutergüsse und Blauverfärbungen der Haut in der Umgebung der Operationsstelle und für ein dauerhaftes und gutes Langzeitergebnis meist unbedeutend.

Infektionen und Wundheilungsstörungen sind glücklicherweise wesentlich seltener und in der Regel einfach, zum Beispiel durch die Gabe eines Antibiotikums, in den Griff zu bekommen. In vereinzelten Fällen wird eine nochmalige chirurgische Behandlung erforderlich.

Spezielle Risiken bei der Operation eines Carpaltunnelsyndroms sind unter anderem Verletzungen der Nerven und Gefäße der Mittelhand und der Finger, sowie die Ausbildung eines CRPS (zu D.: komplexes regionales Schmerzsyndrom).

Im präoperativen Aufklärungsgespräch werden wir über die möglichen Komplikationen der Operation eingehend sprechen.

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