Fettgeschwulst (Lipom)

Kurzinformation Lipom-Entfernung

Kosten:

ab 450 €

Praxisaufenthalt:

2 – 4 Stunden

Gesellschaftsfähig:

sofort

ambulant/stationär:

ambulant

Arbeitsunfähigkeit:

1 – 2 Tage

Narkose:

lokale Betäubung, Dämmerschlaf

Was ist ein Lipom?

Lipome sind gutartige, örtlich begrenzte Ansammlungen von Fettgewebe (Fettgeschwulste). Sie zählen zu den häufigsten Weichteiltumoren und zeigen verschiedene Wachstumsformen. Das gleichzeitige Vorkommen mehrerer Lipome wird als Lipomatose bezeichnet und ist häufig.

Typische Lokalisationen für Lipome sind die Bauchwand, Nacken und Rücken, Oberschenkel sowie Unter- und Oberarme. Auch im Gesicht und hier vor allem an der Stirn können Lipome auftreten.

Häufig in unserem klinischen Alltag sind so genannte „reife“ Lipome, die relativ homogenes Fettgewebe innerhalb einer zarten Kapsel enthalten. Liegt ein größerer Anteil Bindegewebszüge innerhalb des Fettgewebes vor, spricht man von einem „Fibrolipom“.

Beide Wachstumsformen sind gutartig, können jedoch aufgrund Ihrer Größe und des verdrängenden Wachstums Beschwerden und Schmerzen verursachen.

Lipom

Informationen zur Lipom-Operation

Wann sollte ein Fettgeschwulst entfernt werden?

Erreichen Lipome einen Durchmesser von ca. einem Zentimeter, werden sie abhängig von der Stärke der sie umgebenden Fettschicht ertastbar. Häufig treten Beschwerden jedoch erst bei etwas größeren Befunden auf.

Manche Lipome bestehen daher jahrelang, bevor sie durch ein beschleunigtes, raumforderndes Größenwachstum zu Beschwerden führen. Spätestens dann besteht eine medizinische Indikation zur Entfernung.

Neben Schmerzen können Lipome zudem nicht nur kosmetisch sondern auch funktionell, zum Beispiel am Rücken beim Sitzen durch den Druck der Stuhllehne oder am Hemdkragen bei Lokalisation am Nacken stören. Sie können, beispielsweise an den Flanken bis zu Kindskopf-Größe erreichen.

In sehr seltenen Fällen wird ein Übergang in eine bösartige Wachstumsform, dem so genannten Liposarkom beobachtet. Daher ist bei klinisch nicht eindeutigen Fällen eine feingewebliche (histologische) Untersuchung des entfernten Gewebes angezeigt.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich individuell 
und ganz persönlich zu dieser Behandlung beraten.

Wie wird ein Weichteiltumor enfernt?

Reife Lipome sind sowohl über einen Hautschnitt als auch durch eine Absaugung des zarten Fettgewebes gut zu entfernen. Liegt ein höherer Bindegewebsanteil innerhalb der Geschwulst vor, spricht man von so genannten Fibrolipomen, deren chirurgische Entfernung etwas schwieriger ist. Eine Absaugung kann in diesen Fällen nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sein.

Welcher Typ Lipom bei Ihnen vorliegt und welche Therapievariante sinnvoll ist, kann nur bei einer klinischen Untersuchung in unserer Sprechstunde festgestellt werden.

Was kommt nach der OP?

  • Wir verwenden für die Haut-Nähte in aller Regel resorbierbares Nahtmaterial. Je nach Größe und Lage des Lipoms reicht ein Steristrip-Verband oder ein herkömmlicher Pflasterverband meist aus.
  • Stärkere Schmerzen sind nach der Entfernung von Lipomen nicht zu erwarten. Für wenige Tage können leichte Schmerzen vorhanden sein, die auf gängige Schmerzmittel in der Regel gut ansprechen.
  • Bei größeren Lipomen macht das Einlegen einer Wunddrainage Sinn, um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu vermeiden. Diese verbleiben in der Regel ein bis zwei Tage.
  • Einschränkungen hinsichtlich der Gesellschaftsfähigkeit ergeben sich je nach Lage der zu entfernenden Geschwulst.
  • Stärkeres Schwitzen, zum Beispiel in Folge von Sport oder größeren Belastungen sollten bis zum Abschluss der Wundheilung vermieden werden. Gleiches gilt auch für Sauna- oder Schwimmbad-Besuche.
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