Karpaltunnelsyndrom

Kurzinformation Karpaltunnelsysndrom

Kosten:

Praxisaufenthalt:

2 – 4 Stunden

Gesellschaftsfähig:

sofort

ambulant/stationär:

ambulant

Arbeitsunfähigkeit:

3 – 4 Wochen

Narkose:

Vollnarkose

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Beim Karpaltunnelsyndrom (Abk. CTS oder KTS) wird der Nervus medianus, einer der drei großen die Hand versorgenden Nerven, beim Durchtritt durch den so genannten Karpalkanal eingeengt. Diese ist die Durchtrittsstelle des Nervs vom Unterarm zur Hand im Bereich des Handballens.

Die sich hieraus ergebende Durchblutungsstörung des Nervens führt über das Stadium der Funktionsstörung in seltenen Fällen auch bis hin zu irreversiblen Schäden.

Was sind die typischen Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Typische Symptome des Karpaltunnelsyndroms sind kribbelnde Missempfindungen und Taubheitsgefühle im Ausbreitungsgebiet des Nervs, entsprechend dem Daumenballen, der daumenseitigen Handfläche, der Beugeseite von Daumen, Zeige- und Mittelfingers und der daumenseitigen Hälfte des Ringfingers. An der Streckseite sind in der Regel nur die Endglieder der genannten Finger mit betroffen.

Als charakteristisch für ein beginnendes Karpaltunnelsyndrom gelten nächtliche Schmerzen und Taubheitsgefühle, die als der typische Nachtschmerz bekannt sind. Dieser kann bereits vor den anderen genannten Symptomen auftreten. Betroffene müssen die Hand dann ausschütteln oder unter kaltes Wasser halten.

Auch eine Schmerzausstrahlung entlang des Unterarms über den Oberarm bis hoch zu der Schulter ist möglich. Dies wird als Brachialgia parästhetica nocturna bezeichnet. Die Nachtruhe der Patienten ist massiv gestört und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt.

Auch am Tage stören die typischen Symptome das tägliche Leben. Taube Fingerspitzen, kribbelnde Missempfindungen und teils brennende Schmerzen sowie ein Verlust der Feinmotorik sind sehr häufig.

Auch Schweißsekretionsstörungen mit zu feuchter oder zu trockener Haut werden oft als unangenehm empfunden.

Bei fortgeschrittenen Befunden können sich Teile der Daumenballenmuskulatur, die vom Nervus medianus angesteuert werden, auf Grund der fehlenden Nervenimpulse zurückbilden und die Oppositionsfähigkeit des Daumens (Fähigkeit der menschlichen Hand zur Gegenüberstellung des Daumens gegenüber den anderen Fingern) einschränken.

Damit kann die Greiffunktion der Hand massiv eingeschränkt sein.

Wie wird das Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert?

Zusätzlich zur klassischen Anamnese gehört heute eine fachneurologische Untersuchung mit Bestimmung der so genannten distalen motorischen Latenz des Nervens zum Standard.

Diese sollte 3,8 Millisekunden nicht überschreiten, sonst liegt ein pathologischer (krankhafter) Wert vor.

In Verbindung der Messergebnisse anderer Nerven an der betroffenen Hand und im Vergleich mit den Messwerten des Medianusnerven am anderen Arm kann der Facharzt für Neurologie das Vorliegen eines Carpaltunnelsyndroms sehr genau und sicher diagnostizieren.

Informationen zum Ablauf der Karpaltunnelsyndrom-Operation

Was geschieht bei einer Karpaltunnelsyndrom-OP

Um dem Nerv wieder den benötigten Platz zu geben und ihn von dem Druck zu befreien, wird das bandartige Dach des Karpalkanals (Karpalband, Retinaculum flexorum) durchtrennt.

Dies kann entweder durch einen Schnitt durch die Haut zwischen Daumenballen und Kleinfingerballen oder auch endoskopisch erfolgen.

Das Band wird nicht mehr vernäht, es bildet sich zwischen den Stümpfen jedoch eine Narbe aus, die das Band nach wenigen Monaten wieder mit entsprechendem Längengewinn schließt.

Grafische Darstellung des Karpaltunnelsyndroms

Wird die Karpaltunnelsyndrom-OP ambulant oder stationär durchgeführt?

Eingriffe an der Hand wie die so genannte Neurolyse des Nervus medianus beim Karpaltunnelsyndrom führen wir ambulant in unserer Praxisklinik durch.

Auch die Versorgung kassenversicherter Patienten durch uns ist über eine namhafte Klinik in München möglich. Fragen Sie hierzu einfach unser Praxismanagement.

Welche Komplikationsmöglichkeiten gibt es bei der Operation eines Karpaltunnelsyndroms?

Für jede Operation gibt es spezielle, den Eigenheiten des Eingriffes entsprechende Risiken und allgemeine, von der Art des Eingriffs unabhängige Nebenerscheinungen.

Letztere sind meist vorübergehende und relativ harmlose Gewebeveränderungen wie Schwellungen, Blutergüsse und Blauverfärbungen der Haut in der Umgebung der Operationsstelle und für ein dauerhaftes und gutes Langzeitergebnis meist unbedeutend.

Infektionen und Wundheilungsstörungen sind glücklicherweise wesentlich seltener und in der Regel einfach, zum Beispiel durch die Gabe eines Antibiotikums, in den Griff zu bekommen.

In vereinzelten Fällen wird eine nochmalige chirurgische Behandlung erforderlich.

Spezielle Risiken bei der Operation eines Karpaltunnelsyndroms sind unter anderem Verletzungen des Nervens, die sehr selten sind und die Ausbildung eines CRPS (zu D.: komplexes regionales Schmerzsyndrom).

Im präoperativen Aufklärungsgespräch werden wir über die möglichen Komplikationen der Operation eingehend sprechen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich individuell 
und ganz persönlich zu dieser Behandlung beraten.

Was kommt nach der Karpaltunnelsyndrom-OP

Was ist nach der Karpaltunnelsyndrom-Operation zu beachten?

Nach der Operation eines Karpaltunnelsyndroms wird die Hand beginnend von den Fingergrundgelenken bis ca. eine handbreit hinter das Handgelenk mit einer elastischen Binde eingebunden, um Schwellungen zu vermeiden und dem Patienten ein angenehmes Stabilitätsgefühl zu geben. Das Hautnahtmaterial wird nach 12-14 Tagen entfernt.

Die Finger können und sollen ohne Belastung bewegt werden, eine längere Ruhigstellung ist nicht notwendig.

Für Dinge des täglichen Lebens wie Körperpflege, Ankleiden und Essen sollte die Hand genutzt werden, um die Gelenkfunktionen zu erhalten und den Lymphtransport zu unterstützen.

Schwerere Verrichtungen sollten Sie für drei bis vier Wochen vermeiden. Die Vollbelastung der Hand ist nach ca. sechs Wochen wieder möglich.

Einschränkungen nach einer Operation des Karpaltunnelsyndroms

Stärkere Schmerzen sind nach der Operation eines Karpaltunnelsyndroms nicht zu erwarten. Für wenige Tage können leichte Schmerzen vorhanden sein, die auf gängige Schmerzmittel in der Regel gut ansprechen.

Die Hand ist trotz der erfolgten Operation nach wenigen Tagen wieder für leichte Tätigkeiten im Alltag einsetzbar. Die Finger sind nicht im Verband eingebunden und dürfen bewegt werden.

Zur Schwellungsprophylaxe sollte die Hand möglichst hoch gelagert werden. Auch nachts ist dies durch die Ablage auf einem Kissen gut möglich.

Nach drei bis vier Wochen können Sie die Hand wieder zunehmend für normale Tätigkeiten einsetzen. Nach insgesamt vier bis sechs Wochen ist die volle Belastbarkeit der Hand in der Regel wieder hergestellt.

Leichte sportliche Aktivitäten sind bereits nach 3-4 Wochen wieder möglich. Bis zur Ausübung von anstrengenden Sportarten, Leistungssport oder größeren Belastungen, denen Sie die Hand aussetzen, sollten Sie sechs Wochen vergehen lassen.

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