Ganglion – Überbein behandeln

Kurzinformation Ganglionexstirpation

Kosten:

350 – 480 €

Praxisaufenthalt:

2 – 3 Stunden

Gesellschaftsfähig:

sofort

ambulant/stationär:

ambulant

Arbeitsunfähigkeit:

2 – 4 Wochen

Narkose:

lokale Betäubung / Vollnarkose

Informationen zu Ganglien und deren Behandlung

Was ist ein Ganglion (Überbein)?

Ein Ganglion, oder auch Überbein genannt, besteht aus einer bindegewebigen Kapsel, die meist mit einer durchsichtigen, Gel-artigen Flüssigkeit gefüllt ist. Oft stehen Ganglien mit einem dünnen Stiel mit einem Gelenk in Verbindung. Sie können einfach oder mehrfach gekammert und von unterschiedlicher Größe sein. An der Hand bilden sie sich oft streckseitig an den Fingergelenken aus und werden dann als Mukoid-Zysten oder Dorsalzysten bezeichnet. Häufige Lokalisation ist auch das Handgelenk. Die Verbindung mit einem Gelenk ist nicht immer vorhanden, auch Lagebeziehungen zu Sehnenscheiden (Sehnenscheiden-Hygrom) oder Ringbändern (Ringbandganglion) sind häufig. Durch ihre Lokalisation und Größe können Ganglien Schmerzen verursachen oder zu Bewegungseinschränkungen führen.

Ganglion am Finger

Wie wird ein Ganglion diagnostiziert?

Patienten, die an einem Ganglion leiden, suchen den Arzt oft aus eigenem Antrieb auf, da sie eine Vorwölbung im Bereich von Gelenken oder einen kleinen Knoten im Verlauf der Sehnen bemerkt haben. In der Regel lässt sich die Diagnose recht einfach durch die klinische Untersuchung stellen. Auch eine Ultraschall-Untersuchung oder speziellere Untersuchungsmethoden wie die MRT (Magnetresonanz-Tomographie) sind möglich, jedoch im Handchirurgischen Alltag oft nicht notwendig.

Die Ganglion-OP - Vorgehensweise bei der Korrektur eines Überbeins

Über einen Hautschnitt wird die Kapsel des Ganglions dargestellt und diese dann zirkumferentiell vom umgebenden Gewebe präpariert. Besteht eine Verbindung mit einem Gelenk, wird dieser Stiel aufgesucht, gelenkkapselnah abgesetzt und das Ganglion dann im Ganzen entnommen.

Bezüglich des chirurgischen Vorgehens hinsichtlich dieser Gelenkverbindung bestehen zwei gegensätzliche Meinungen. Entweder wird die Lücke in der Gelenkkapsel belassen oder mit einer Naht verschlossen. Wir bevorzugen die letztgenannte Methode.

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und ganz persönlich zu dieser Behandlung beraten.

Nachsorge

  • Nach der Operation eines Überbeins wird ein elastischer Verband angelegt, um leichten Druck auf die operierte Stelle aufzubringen. Hierdurch sollen Schwellungen, Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen im Wundgebiet vermieden bzw. minimiert werden.
  • Nur bei sehr großen Ganglien oder enger Lagebeziehung zu größeren Gefäßen wie der Arteria radialis oder ulnaris wird eine Wunddrainage eingelegt, die ein bis zwei Tage nach der Operation entfernt werden kann.
  • Eine Schienenruhigstellung nehmen wir für 10-14 Tage in der Regel bei beugeseitig lokalisierten Ganglien des Handgelenks oder in den Fällen vor, in denen eine stabilisierende Gelenkkapselnaht erfolgen musste.
  • In wieweit die Hand nach der Operation zu schonen ist, muss vom Befund abhängig gemacht werden. Dahingehend richten sich auch Angaben zur Gebrauchsfähigkeit der Hand bzw. der Einsetzbarkeit.

Komplikationen bei einer Ganglion-Operation

Für jede Operation gibt es spezielle, den Eigenheiten des Eingriffes entsprechende Risiken und allgemeine, von der Art des Eingriffs unabhängige Nebenerscheinungen. Letztere sind meist vorübergehende und relativ harmlose Gewebeveränderungen wie Schwellungen, Blutergüsse und Blauverfärbungen der Haut in der Umgebung der Operationsstelle und für ein dauerhaftes und gutes Langzeitergebnis meist unbedeutend.

Infektionen und Wundheilungsstörungen sind glücklicherweise wesentlich seltener und in der Regel einfach, zum Beispiel durch die Gabe eines Antibiotikums, in den Griff zu bekommen. In vereinzelten Fällen wird eine nochmalige chirurgische Behandlung erforderlich.

Spezielle Risiken bei der Operation eines Ganglions sind unter anderem Verletzungen von Nerven oder Blutgefäßen, die jedoch sehr selten sind oder die Ausbildung eines CRPS (zu D.: komplexes regionales Schmerzsyndrom).

Im präoperativen Aufklärungsgespräch werden wir über die möglichen Komplikationen der Operation eingehend sprechen.

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